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Aus Oliver Korsch

[bearbeiten] "Droge Arbeit"

Gerne möchte ich hier meinen Kommentar zu Götz Werner und seinem Thema "Droge Arbeit" abgeben:

Nachdem ich mir diesen Artikel mehrmals durchlas und wirklich in aller Ruhe verinnerlicht habe, bin ich durchaus zu dem Resultat gekommen, dass es Sinn macht, solch eine Strategie zu fahren. Ja, es wäre eine Lösung, die vieles vereinfachen und dadurch auch entspannen würde. Die Befürchtung, das gewisse Menschen dann nicht mehr einsehen würden zu arbeiten, halte ich für paradox, denn - sind wir mal ehrlich - die Situation besteht zum Teil doch auch bereits im Jetzt. Wenn ich mir überlege, dass viele Arbeit suchen, sehr gefrustet sind, sich vom Leben verlassen und minderwertig fühlen..so gibt es doch genau auch die Variante derer, die wirklich "keinen Bock"´haben und durchaus ihr Leben auf "anderer Leute Mühen" bestreiten.

Jedoch müssen wir uns eines vor Augen halten: D a s haben wir ja schon. Wo ist das Problem in dem Vorschlag von Götz Werner zu sehen? Denn, es ist - und ich spreche auch aus eigenen Lebenserfahrungen - doch nunmal so, dass gerade dann, wenn ein gewisser Druck weggenommen wird, dieses Muß (denn ich bekomme sonst Probleme) oder Muß (denn ich kann sonst nicht überleben) und Muß (das bringt mich in starke Zwangssituationen) und Muß (ich leide unter diesem ständigen Druck)...uns doch durchaus in Situationen bringt, die zum einen sehr gesundheitsschädigend sind, aber auch die wahre Lust an gewissen Sachen stark reduziert, wenn nicht sogar zerstört.

Wir alle kennen das - wenn wir ehrlich sind - aus irgendwelchen Situationen. Die einen sprechen es aus, die andern vertuschen es oder wollen es nicht wahrhaben, verdrängen es..

Folgt man also nun der Theorie von Götz Werner und setzt diese in die Tat um, hat dies zur Folge, das (Ausnahmen bestätigen die Regel) jedoch der Großteil aller Menschen sich mit Freude an diversen Tätigkeiten verwirklichen wird. Eine gewisse Summe des Verdienstes ist gesichert, so oder so...es müssen keinerlei Befürchtungen durchlebt werden, "nicht mehr bis zum nächsten 1. durchzukommen" oder anderes. Ich weiß in dem Moment, es kommt einmal im Monat ein durchaus respektabler Betrag, mit dem - nun bitte ein Moment des "In uns hineinhörens" - es sich doch wirklich sehr gut leben lässt. Es muß niemand lästige Anträge auf Zuschüsse stellen, sich auf Ämtern erniedrigen oder "abkanzeln" lassen. Das führt weiter gesehen auch dazu, dass wir uns nicht von unfähigen Personen, die weder psychologisch noch pädagogisch "geschult" sind, geschweige denn auch nur einen winzigen Anteil Menschen- und Lebenskenntnis besitzen, erklären lassen müssen, ob wir noch genug Geld für den Rest des Monats haben und ob es "gefälligst" zu reichen hat und ob wir was im Kühlschrank haben oder nicht.

Ein weiterer sehr starker Aspekt, den diese Sache wiederum als Endergebnis mit sich bringt, ist die Entlastung, die daraus resultiert...keine Anträge mehr, keine Prüfungen mehr, keine Absagen oder "Verhöre"...

Ich denke, dass die Idee von Götz Werner menschenfreundlicher ist, als viele andere Ideen, die stets erprobt wurden und teilweise zu fatalen Resultaten führten. Die Idee von Götz Werner spricht uns Menschen wieder als Menschen an, gibt uns gewisse Freiräume - persönlicher aber auch finanzieller Art - und regt genau dadurch in uns das Ziel an, trotzdem arbeiten zu gehen, da es ja schließlich auch unser Elixier ist, was uns Spaß macht, uns einen Lebensinhalt gibt. Jeder Multimillionär der Geld hat ohne Ende, muß nicht arbeiten, aber wird dies ganz schnell leid, wenn er nur immer "alles" haben kann, ohne Anstrengung, ohne Mühe...er vegetiert dahin, verliert den Spaß am Erreichen wollen von Zielen und resigniert...

Jedoch auf der Basis von Götz Werner Leistung "freiwillig" erbringen zu können und es auch zu tun, d a s sehe ich durchaus als Antwort auf "Morgen", denn es nimmt diesen gewaltigen, krankmachenden Druck wegen des "Überleben müssen" und "Geld horten" raus und das wiederum ist ein positives Ergebnis.

Wir wissen, dass viel Geld schließlich nicht glücklicher macht, im Gegenteil, es ängstigt, es lähmt uns, es nimmt uns unseren Ansporn unsere Kreativität, wir verkümmern.

In einem geregelten Verhältnis (zum Beispiel diese 1500 Euro im Monat sicher zu haben) ist der Mensch wieder Mensch mit seinem Anreizdenken, was tun zu wollen und nicht nur zu müssen. Er wird sich einbringen. Dies wiederum führt dazu, dass jeder einzelne in unserem Hier und Jetzt auf Erden ein sinnvoller Teil des Ganzen sein wird und - wichtig - sich auch als solcher fühlt!

Alles Liebe... (lagomera)

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